Die Kvarner-Region besteht aus einigen sehr attraktiven Gebieten: dem Gorski kotar - einer dicht bewaldeten Gebirgslandschaft, die nur eine knappe Stunde von der Küste entfernt ist; dem Küstenstreifen, der sich von Opatija bis Karlobag erstreckt, sowie den Inseln. Der Fremdenverkehr hat auf den Inseln der Kvarner-Region eine lange Tradition. Krk, die größte Insel der Adria mit zahlreichen malerischen Orten, ist vor allem als Wiege der Glagoliterkultur bekannt. Die Insel Cres zeigt sich als naturbelassene Oase, wo sich u.a. ein bekanntes Gänsegeier-Reservat befindet und zahlreiche Endemiten vorkommen. Lošinj ist mit dichten Nadelwäldern bewachsen und hat ein äußerst mildes Klima. Zu den entwickeltsten Inseln gehört Rab mit seinen herrlichen Sandstränden, wo bereits der Herzog von Windsor und Lady Simpson badeten. Auf der Insel Pag findet man zahlreiche malerische Buchten und Strände, viele Jagdgründe, den geschätzten Käse der Insel und die berühmte Pager Spitze sowie zahlreiche sehenswerte Denkmäler. Interessant sind auch die Vogelschutzgebiete Povljansko blato und Kolansko blato. Auch die Inselchen Unije, Susak und Ilovik sind besonders attraktiv.
An der Küstenstraße unterhalb der Učka liegen mehrere kleinere Ortschaften. Moščenićka Draga beispielsweise setzt sich direkt in einem kleinen Hafen und einem Strand fort, der im Sommer viele Badegäste anzieht. Ein sehr angenehmes Klima und eine schöne Vegetation besitzt Lovran, was schon die alten Römer erkannt hatten. Im Laufe der folgenden Jahrhunderte wurde der Ort zwei Mal völlig zerstört, aber stets wieder aufgebaut, um sich dann im 19. Jahrhundert zu einem richtigen Fremdenverkehrsort zu entwickeln. Mit verantwortlich dafür war der Bau einer zwölf Kilometer langen Küstenpromenade von Volosko über Opatija bis nach Lovran. In der Umgebung des Städtchens findet man dichte Kastanienwälder, deren Früchte (Maruni) als Leckerbissen sehr geschätzt sind. Die Kastanien stehen zudem im Mittelpunkt der "Marunada", einem alljährlich zur Kastanienernte im Oktober gefeierten Fest. Zwei weitere malerische kleine Orte an der Küstenstraße sind Ika und Ičići, deren Architektur sich harmonisch in die Landschaft einfügt. In Ičići befindet sich ein großer Yachthafen.
Opatija, das an der Grenze zwischen Istrien und der Kvarner-Bucht liegt, bekam seinen Namen von einer Benediktinerabtei (ital. Abbazia, kroat. Opatija), die erstmals im 15. Jahrhundert erwähnt wurde. Opatija ist einer der schönsten Badeorte an der Adria, der mit seinen in allen Stilrichtungen gestalteten Hotelfassaden und vielen Fans, die auch in den Wintermonaten die sonnige Küstenpromenade entlang spazieren, wie eine Filmkulisse wirkt. In Opatija ist die Vergangenheit auf Schritt und Tritt spürbar. Der Fremdenverkehr blickt hier auf eine lange Tradition zurück, die weit bis in das Jahr 1844 zurückreicht, als die "Villa Angiolina", die erste Pension des Ortes, errichtet wurde. In den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts entstanden hier bereits zahlreiche Hotels, Villen, Sommerresidenzen, Sanatorien, Bäder und Promenaden. Die ganze Stadt lebt nach wie vor vom Tourismus. Dank der geschützten Lage unterhalb des Učkamassivs ist das Klima hier besonders mild und ausreichend feucht, so dass Opatija auch für seine üppige Vegetation und herrliche Parkanlagen bekannt ist. Die Badezeit dauert von Juni bis Ende September, doch da auch die Winter sehr mild sind, halten sich die Gäste in Opatija das ganze Jahr über auf. Der Kurtourismus spielt gleichfalls eine bedeutende Rolle. Zum Angebot gehört u.a. ein Kurbad für Thalassotherapie mit einer Reha-Abteilung für Herz- und Gefäßkrankheiten. In nördlicher Richtung schließt der alte Fischerort Volosko an, etwas weiter liegen die Ortschaften Matulji und Kastav, in denen jeder Gast regionale Spezialitäten nach seinem Geschmack finden und dabei die herrliche Sicht aufs Meer genießen kann.
Reist man von Istrien an die Kvarner-Küste, so bemerkt man noch vor Rijeka, der größten Stadt und dem zugleich größten Hafen der Region, die ersten Veränderungen. Wer durch Rijeka spaziert, trifft auf die in vielen mitteleuropäischen Baustilen gestalteten Paläste, die ihren Blick nostalgisch auf die Schiffe richten, die am Ufer ankern und zu Reiseabenteuern einladen. In ihren verborgenen Winkeln und unterirdischen Schichten verbirgt die Stadt jedoch weit ältere Spuren aus längst vergangenen Jahrhunderten, die bis zur antiken Ansiedlung Tarsatica zurückreichen.
Den Hauch der Vergangenheit spürt man auch, wenn man das Kastell Trsat besucht, das im 13. Jahrhundert von dem kroatischen Fürstengeschlecht der Frankopanen errichtet wurde. Es gilt unzählige Stufen hinaufsteigen, um das Heiligtum der Muttergottes von Trsat zu erreichen. Erst dann kann man sehen, wie sich fast unmerklich der Übergang von der modernen Hafen- und Industriestadt zum altertümlichen Stadtkern vollzieht; das einzige sichtbare Trennungszeichen ist ein alter Uhrturm mit einem Durchgang. Rijeka mit seinem dichten Geflecht architektonischer Merkmale aus verschiedenen Epochen, pulsierend im rasenden Rhythmus des Straßenverkehrs, mit den Geräuschen des Hafens und der abfahrenden Züge lässt sich aus immer neuen Blickwinkeln entdecken… eine Großstadt an der Adriaküste. Und inmitten all dieses chaotischen Treibens erhebt sich das geistige Zentrum der Stadt, die St.-Veits-Kathedrale (Sveti Vid), ein barocker Bau, in dem das Altarbild von Tizian mit der Darstellung der Himmelfahrt Christi deutlich hervorsticht. Die Dynamik des Kirchenraums scheint die ganze Energie der Stadt in geballter Form wiederzugeben.
Das rege Treiben der Hafenstadt Rijeka ist auch in der benachbarten Bucht Bakarski zaljev mit den Orten Bakar und Kraljevica spürbar. Im alten Stadtkern von Bakar befindet sich ein Kastell aus dem 16. Jahrhundert; in Kraljevica stößt man auf das Kastell von Petar Zrinski aus dem 17. Jahrhundert. In der Stille der Bucht sind heute noch Erinnerungen an eine Zeit lebendig, als Bakar ein wichtiges Handels-, Hafen- und Schiffbauzentrum war. Als jedoch im Schiffsverkehr neue Antriebsmechanismen und Maschinen eingesetzt wurden, ereilte Bakar ein völlig anderes Schicksal als Rijeka und die Stadt ging zusammen mit der Segelschifffahrt in die Geschichte ein. Als malerische Zeugen der Vergangenheit stehen in der Bucht noch heute eigentümliche hohe Spähersitze (kroat. tunere), von denen aus man früher die Bewegung der Fischschwärme im Meer verfolgte.
Das Bild der Region Kvarner wäre unvollständig, wenn man nicht seine Inseln besuchen würde. Dies gilt vor allem für Krk, die größte und der Küste am nächsten gelegene Insel, die mit ihren zwei deutlich zu unterscheidenden Landschaftstypen die gleichen Reliefformen wie das Festland aufweist. Die Nordküste von Krk ist steinig und arm an Vegetation und somit den steilen, felsigen Höhen des Velebit-Gebirges auf dem Festland sehr ähnlich. Die Südküste mit ihren vielen Kies- und Sandbuchten ist dafür milder und grüner. Eine Besichtigung der Insel, gleich ob sie auf dem See- oder Landweg geschieht, ist gerade wegen der kontrastreichen Landschaften ein herrliches Erlebnis. In den Städtchen und Ortschaften im Inselinneren hat sich die Tradition des glagolitischen Schrifttums über Jahrhunderte hinweg erhalten. In Baška wurde eines der ältesten schriftlichen Zeugnisse der kroatischen Sprache gefunden, die so genannte Tafel von Baška.
Die Region Kvarner ist außerdem die nördlichste Region, in der man heute Zeugnisse der altkroatischen Baukunst aus dem frühen Mittelalter finden kann. An der Chorschranke der kleinen Lucienkirche in Jurandvor entdeckt man ein Relief mit dem ältesten bekannten Motiv quadratischer Felder, die später und erneut in heutiger Zeit im kroatischen Wappen zu finden sind. In der Nähe von Punat steht die Kirche des hl. Donatus, das beste Beispiel für die bescheidene Architektur der altkroatischen Baumeister, die durch ihre stille Religiosität und karge Schlichtheit fasziniert. Man sollte natürlich auch Vrbnik besuchen, einen verträumten und auf einem steilen Felsen thronenden Ort, der für die ausgezeichnete einheimische Weinsorte Žlahtina bekannt ist. Einen Ausflug ist in jedem Fall aber auch das Franziskanerkloster des Inselchens Košljun wert, allein, weil in der Klosterbibliothek ein seltenes Exemplar des Ptolemäischen Atlasses lagert, ein Nachdruck aus dem 16. Jahrhundert.
Wenn man von der Insel Krk am frühen Morgen in Richtung Cres ausläuft, sollte man mindestens einen Tag für die Besichtigung dieser lang gestreckten Insel einplanen, die sich bei dem Städtchen Osor an die benachbarte Insel Lošinj anschmiegt. Es scheint, als ob die unmittelbare Nachbarschaft dieser beiden Inseln ein Gleichnis dafür bildet, was jeden Reisenden erwartet, der sich von Istrien aus in südlicher Richtung bewegt. Die Insel Krk kann man aufgrund ihrer Festlandsnähe fast als einen Teil des Festlands empfinden, was in landschaftlicher und kultureller Hinsicht auch gerechtfertigt ist. Cres und Lošinj hingegen stellen den eigentlichen Anfang einer prachtvollen Reihe adriatischer Inseln dar - einer Kette aus unzähligen verschiedenartigen Festlandteilchen inmitten des Meeres. Zu den Besonderheiten dieser eigentümlichen Inselwelt zählt ein Naturphänomen, das man auf Cres antrifft. In der Mitte der Insel erstreckt sich der See Vransko jezero, dessen Grund 68 Meter unter dem Meeresspiegel liegt. In Valun wurde die so genannte Tafel von Valun aus dem 9. Jahrhundert mit der landesweit ältesten glagolitischen Inschrift geborgen. An der Südwestküste der Insel liegt Osor, das im Mittelalter seine Blütezeit erlebte. Das Städtchen Cres wiederum verzeichnete zu Beginn der Neuzeit einen starken Aufschwung. Diese Tatsache kommt auf besondere Weise in den Werken des bekannten Renaissancephilosophen Frane Petrić zum Ausdruck. Von ihm wird behauptet, dass ihm die Inspiration für seine Vision der idealen Stadt gerade in seiner Geburtsstadt Cres gekommen sei.
Aber um die Insel Cres vollständig zu erleben, muss man unbedingt Lubenice besuchen, einen kleinen, hoch auf einer steilen Klippe gelegenen Ort. Die stürmischen Jahrhunderte, als fast täglich die Angriffe der venezianischen Flotte drohten, haben hier deutliche Spuren hinterlassen.
Im Unterschied zu Cres ist Lošinj, das erst in der Neuzeit besiedelt wurde, für sein mildes Klima bekannt, das auch den Nachbarinseln Unije und Susak zuteil wird. Diese Inseln sind ebenfalls einen Abstecher wert. Während Lošinj auf seine Seefahrer- und Fischertradition stolz ist, stellt Susak ein natürliches und kulturelles Phänomen dar. Das Eiland besteht nämlich zur Gänze aus einer fast 100 Meter dicken und auf einer Kalksteinplatte liegenden Sandbodenschicht. Im übrigen ist Susak ein einziger großer Weingarten, in dem neben edlen Rebsorten jahrhundertealte Bräuche und die Tradition des altkroatischen Sprachgebrauchs kultiviert werden.
Man muss von diesen Inseln zurück zum Festland fahren, um den Kvarner in seiner vollen Pracht zu erleben. Von Crikvenica oder Novi Vinodolski kann man sich beispielsweise einen guten Eindruck von der Größe der Insel Krk verschaffen, die wie ein eigener Kontinent erscheint. Von Senj aus kann man den Blick bis zur Insel Prvić schweifen lassen. Es bieten sich viele weitere Ausblicke, die bei klarem Wetter 40 Kilometer weit reichen. In Crikvenica sollte man das Hotel Therapia besuchen. Es wurde im Jahre 1895 erbaut. Auch das ehemalige Paulinerkloster ist zu einem Hotel umgebaut worden. Nach der Kirche dieses Klosters erhielt der Ort seinen Namen (kroat. crkva, crikva = Kirche). Crikvenica ist auch im Winter sehr attraktiv, insbesondere wegen der ausgelassenen Festlichkeiten in der Karnevalszeit von Januar bis Februar. In der Umgebung befinden sich viele kleine Ortschaften, darunter auch Grižane, wo am Ende des 15. Jahrhunderts der berühmte Maler Juraj Julije Klović geboren wurde, ein Meister der Renaissance-Miniatur.
Unweit von Crikvenica, an der Mündung der Suha ričina, liegt Novi Vinodolski. Die Stadt war im Mittelalter ein befestigter Sitz des Fürstengeschlechts der Frankopanen. Hier entstand im Jahre 1288 das so genannte Vinodoler Gesetzbuch, eines der wichtigsten Dokumente des mittelalterlichen kroatischen Gewohnheitsrechts. Die Bauwerke von Novi Vinodolski, seine Kirchen, Bibliotheken und Schatzkammern bergen bedeutende glagolitische Schriftstücke und Kunstwerke. Diese Küstenstadt zeugt von der früheren Macht des kroatischen Adels, aber auch von der urbanen Kultur der kroatischen Adria.
Fährt man auf der Straße von Novi Vinodolski in Richtung Senj weiter, so entdeckt man im Küstenabschnitt unterhalb des Velebit eine ganz andere Landschaft, wo die heftige Bora mitunter mit rasender Geschwindigkeit von den steinigen Gebirgshöhen auf die Küste herabstürzt und das Meer zum Schäumen bringt. Diesen Böen trotzt seit jeher die Stadt Senj, die auf Siedlungen aus illyrischer und römischer Zeit zurückgeht. Im Mittelalter wurde sie von den Frankopanen befestigt und später zur freien königlichen Stadt erhoben, die bereits am Ende des 15. Jahrhunderts eine glagolitische Druckerei besaß. Senj ist berühmt wegen der "Uskoken", Flüchtlingen aus dem Landesinneren, die im 16. und 17. Jahrhundert vor den Türken Schutz suchten und von hier aus den Kleinkrieg gegen die osmanischen Besatzer weiterführten, aber auch Seeraub trieben. Sie waren ebenfalls erbitterte Gegner Venedigs und bestimmten ein Jahrhundert lang das Schicksal von Senj. Aus dieser unsicheren, von ständigen Kriegen geprägten Epoche sind heute noch Festungen aus dem 14. und 15. Jahrhundert erhalten sowie der monumentale vierkantige Wehrturm Nehaj (Fürchte nichts). Er wurde im Jahr 1558 erbaut und ist von der Küstenstraße gut sichtbar.
Senj ist der größte in einer ganzen Reihe von Orten, die entlang der Straße unterhalb des Velebit bis hin zur Meerenge Novigradsko ždrilo in Richtung Zadar liegen. Die karge Natur und die ewige Bora bestimmen im großen Maße das Leben in diesen Ortschaften, die vom Meer aus betrachtet nachts wie winzige Glühwürmchen aussehen, die zu Füßen des riesigen Berges ausschwärmen. Hier vollzieht sich die Verbindung des Velebit mit dem Meer, weil der Berg an dieser Stelle buchstäblich ans Meer herankommt. Die wilde Gegend wird harmonisch durch die Gebirgsflora ergänzt, vor allem im Gebiet des Nationalparks Paklenica. Das Paklenica-Gebiet ist eine zwischen zwei gewaltigen Bergschluchten liegende, riesige Karstlandschaft, die man von dem Städtchen Starigrad aus leicht erreichen kann. Auch die Küste unterhalb des Velebit ist ein typisch adriatisches Phänomen - mit vielen natürlichen, manchmal atypischen Besonderheiten auf engstem Raum versammelt. Zu nennen wäre der fast einen Kilometer lange Fjord Zavratnica unweit der Ortschaft Jablanac.
Genau gegenüber dieser einmaligen Kombination von Gebirgs- und Küstenwelt liegt die Insel Rab, die wie das Festlandgebirge in Miniatur wirkt. Ihre stark gegliederte Küste ist nicht leicht zu umschiffen, aber mit jeder neuen Aussicht auf eine der Buchten machen sich die Mühen der Seereise bezahlt. Ein Höhepunkt ist die Einfahrt in den Hafen der Stadt Rab. Der Blick fällt hier auf mittelalterliche Glockentürme und dicht gedrängte Häuser. Dieser Anblick scheint die ganze Dichte und Vielschichtigkeit der Geschichte in sich zu konzentrieren, vor allem an einem Sonntagmorgen, wenn die Kirchenglocken ertönen, die bei schönem Wetter meilenweit zu hören sind. Die Halbinsel, auf der sich die Altstadt befindet, erstreckt sich ins Meer wie ein Steinschiff. In der glühenden Sommerluft wecken die glänzenden Pflastersteine der Stadt die Erinnerung an vergangene Jahrhunderte. Aber die Insel Rab ist nicht nur reich an kulturgeschichtlichen Denkmälern, auch die Natur hat sie reich gesegnet: mit einem einmaligen Steineichenwald und der immergrünen Macchia auf der Halbinsel Kalifront sowie mit den für das Adriagebiet so seltenen Wasserquellen, von denen es auf der Insel mehr als 200 gibt - allein 30 auf der Halbinsel Lopar. Auf Lopar, berühmt für seinen langen Sandstrand, wurde der Steinmetz Marin geboren, der spätere Begründer der Republik San Marino, sagt die Legende.
Für diejenigen, die gern eine Schiffsreise machen, ist die Insel Pag eine besondere Attraktion. Ihre Form ist gestreckt und unregelmäßig, von Kap Lun am Westzipfel bis zum östlichsten Punkt Fortica misst sie etwa 50 Kilometer. Den größten Teil der Inselfläche bedecken karge, steinige Weiden, auf denen vorwiegend Schafe grasen, aus deren Milch der bekannte Käse (Paški sir) hergestellt wird. Im Pager Käse schließt sich der Kreislauf der Natur. Sein intensiv würziger Geschmack lässt deutlich das Salz spüren, das die Bora aus der Meeresgischt über das gesamte Gebiet unterhalb des Velebit-Gebirges und so auch über die Pager Steinwüste zerstäubt. Betrachtet man wiederum die wunderbare Pager Spitze, so scheint es, als ob dieser dunkelgraue Inselpanzer und seine komplexe Struktur hier ihr natürliches Gegenstück erhalten hätten. Genauso wie die unbändige mediterrane Natur auf der Insel eine im Chaos verborgene Ordnung geschaffen hat, ist bei dieser kunstvollen Handarbeit alles in einer geometrischen Reihenfolge angeordnet - wohl aus dem Wunsch heraus, eine gut angepasste Umwelt in einem dem Menschen nicht gerade freundlich gesonnenen Ambiente zu schaffen. Die heutige Stadt Pag entstand im 15. Jahrhundert und entspringt eben diesem Wunsch nach Ordnung. Sie wurde nach dem städtebaulichen Plan des Architekten und Bildhauers Juraj Dalmatinac gebaut, der das Muster der antiken Stadtpläne, das sich in den meisten Adriastädten wiederfinden lässt, bewusst bei der Gründung des neuen Pag verwendete.
Speisen und Getränke
Dieser Landesteil ist für seine Vielfalt an kontinentalen und mediterranen Spezialitäten bekannt. In Gorski Kotar sind hausgemachte Sauermilch und Frischkäse mit Sauerrahm sehr beliebt. Es werden auch andere traditionelle Spezialitäten wie Froschschenkel, Süßwasserfische sowie Wild und Pilze angeboten. Im Süden sind die Einflüsse der mediterranen Küche stärker ausgeprägt, so dass man auf der Speisekarte hauptsächlich Fisch und Meeresfrüchte findet. Neben diesen Spezialitäten werden auf den Inseln auch Lamm- und Schaffleischgerichte angeboten. Der beliebteste Aperitif ist sicherlich der mit Kräutern gewürzte Grappa. Die Weine von der Insel Krk (vor allem Žlahtina aus dem Weinbaugebiet um Vrbnik) genießen einen hervorragenden Ruf.
Aktivurlaub
In allen Ferienorten der Kvarner-Region ist das Sportangebot besonders gut. Die beliebtesten Wassersportarten sind: Rudern, Paddel-, Tret- oder Motorbootfahren, Wasserski oder Surfen. Den Gästen stehen Tennisplätze, Fußballplätze, Kegelbahnen und Sporthallen zur Verfügung. Der Reit- und Schießsport erfreut sich gleichfalls immer größerer Beliebtheit.
In den Gewässern zwischen Cres und Lošinj (Kap Kruža) finden alljährlich Unterwasserjagd-Wettbewerbe statt. Alle Hotels verfügen über Hallenbäder, so dass man auch im Winter schwimmen kann. Die meisten Badestrände sind mit Rutschbahnen und Spielplätzen für Kinder ausgestattet. In dieser Region findet man auch wildreiche Jagdgründe, vor allem im Gebirge von Gorski Kotar. |